bis zum 18. August 2018

erstmals die 800er Besuchermarke geknackt - Leuben 2006

Ehrenamtliche Helfer machen das Unmögliche möglich. Zum 8. Rock im Park Leuben am 19. August 2006 kamen über 800 Leute - ein neuer Rekord. Das lag aber nicht nur am Wetter, sondern auch in erster Linie an dem ansprechenden Line up, dem tollen Ambiente und der ehrenamtlichen Arbeit vieler Jugendlicher im Vorfeld. Die Zeichen für eine finanzielle Absicherung standen in diesem Jahr denkbar schlecht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte kein Hauptsponsor gefunden werden und Fördermittel gab es dieses Mal auch keine. Es hätten weit über 650 Leute kommen müssen, damit die Veranstaltung kein Verlustgeschäft wird. Das trübte im Vorfeld die Vorbereitungen, mahnte aber auch zur Entschlossenheit, dieses Jahr besonders intensiv zu werben. Anspruchsvolle Konzertveranstaltungen sind aufgrund ihres hohen technischen Aufwandes und der kleinen und nicht gerade finanzkräftigen Zielgruppe kaum noch zu finanzieren. Vielen in der Region ist dies oft nicht bewusst, da immer nur Vergleiche mit Festen, wo nur Musik aus der Konserve geboten wird, gezogen werden. Aus rein marktwirtschaftlicher Sicht ist ein Eintrittspreis unter 10 € nicht akzeptabel.

Ehrenamt hat goldenen Boden

In den alten Bundesländern findet man nirgends eine Veranstaltung dieser Art, bei der weniger verlangt wird, trotzdem sind dort die Besucherzahlen nicht geringer. Rock im Park Leuben funktioniert mit 8 € Eintritt nur, weil sich 50 Helfer völlig umsonst 24h am Veranstaltungstag hinstellen und ihr Bestes geben. Niemand verdient dabei Geld, selbst der anstrengende Job beim Bierausschank wird von Ehrenamtlichen übernommen. Dazu kommen unzählige Tage der Vorbereitungen: Plakate erstellen, Genehmigungen einholen, die Werbung verteilen und und und. Die Zielgruppe sind vor allem junge Leute zwischen 15 und 30 Jahren, bei denen das Geld nun mal nicht locker sitzt. Es gehört schon viel überzeugung und auch Zusammenhalt dazu, diesen Kraftakt jedes Jahr ohne eine finanzielle Entschädigung zu meistern. Allen voran stehen da die Helfer, die besonders im Hintergrund ihr Bestes geben um somit zum gesamten Gelingen beitragen. Und die Jugendlichen stemmten diese Herausforderung. Der neu gegründete Rock im Park Leuben e.V. möchte an dieser Stelle allen Helfern seinen besonderen De RuthsDank aussprechen. Nicht wir, die das alles koordinieren, sondern Ihr seid es, die das alles ermöglichen. Dank gilt vor allem auch der Gemeinde Ketzerbachtal und der Gemeinde Leuben Schleinitz , die uns immer wieder zeigt, wie eine gute Zusammenarbeit und auch eine Unterstützung für dieses Projekt auszusehen hat. Des Weiteren bleiben noch die Sponsoren zu nennen die uns finanziell und materiell unterstützen und somit diesen kulturellen Höhepunkt am Leben erhalten.

Lokalmatadoren und Volksmusik

800 Leute feierten auch dieses Jahr wieder ein berauschendes, stimmungsvolles und vor allem friedliches Fest. Dabei fiel auf, dass viele von ihnen auch von weiter weg kamen und vorher noch nie in der Lommatzscher Pflege oder gar in Leuben waren. Bei den Musikrichtungen war auch 200Sachen wieder für jeden etwas dabei. Hotelzimmer Inferno aus Leipzig spaltete dabei die Massen. Obwohl technisch überragend, war doch der extrovertierte Gesang von Sängerin Claudia nicht jedermanns Sache. Total Konfus aus Meissen eröffneten 18 Uhr das Open Air - Spektakel. Ihr 30minütiger Auftritt blieb bei vielen auch noch nach der Veranstaltung in Erinnerung. Der ein oder andere hätte sich gewünscht, dass diese Band etwas länger spielt oder aber später beginnt - verdient hätten sie es. Die Lokalmatadoren „Die Edelexperten" aus Lommatzsch enterten mit schrägem Outfit und jeder Menge bekannter nachgespielter Titel gegen 20 Uhr die Bühne. Nach einigen Minuten war bereits die Tanzfläche gefüllt, was auch den Rest des Abends so bleiben sollte. „The Flying Windmill" boten die mit Abstand härteste und druckvollste Show. Eingängige Melodien gepaart mit fetten Gitarrenriffs - das macht ihren „Emo-Punk" aus. Danach war Tanzmusik mit „De Ruths" aus Berlin angesagt. Die obligatorische Bläserband darf heutzutage bei keinem Konzert mehr fehlen. Für einige gilt dieser mit polkaähnlichen Elementen bestückte Offbeat-Rock (auch Ska genannt) sogar als neue deutsche Volksmusik. Die Leute gehen dazu jedenfalls immer ab, und auch bei „De Ruths" war die Tanzfläche prall gefüllt - alles stimmte: Licht, Ton und Stimmung.

Ein Feuerwerk am Boden...

Danach fand das nun auch schon traditionelle Feuerwerk statt. Leider sorgten dabei ein paar Querschläger für den Unmut einiger Leute. Zum Schluss gab es aber Entwarnung, da das eingesetzte Material längst am Boden abgekühlt war und alles nur spektakulärer aussah, als es war. Mit 100 Sachen schossen die Leuchtkörper in die Luft, aber mit 200Sachen enterte die gleichnamige Hauptband des Abends die Bühne. Die Wiesbadener boten Rock'n'Roll ohne Schnörkel und technische Zusätze. Drei Gitarren, ein Schlagzeug und eine Sängerin die ihre ganze Freude aus sich heraus schrie. Bis weit in die Nacht ließ es sich niemand nehmen, diese Partystimmung zu beenden. Noch bis es hell wurde, saßen zum Schluss einige Leute auf den Rängen vor der Bühne und sangen, begleitet von einer Klampfe, alle Lieder die sie auswendig kannten. Das wirkte wie ein Loblied nach dem anderen auf eine Veranstaltung wie diese, die in vielen das Verlangen nach ehrlicher handgemachter Live-Musik in unserer Region wachgerüttelt hat.50 Helfer völlig umsonst 24h am Veranstaltungstag hinstellen und ihr Bestes geben. Niemand verdient dabei Geld, selbst der anstrengende Job beim Bierausschank wird von Ehrenamtlichen übernommen. Dazu kommen unzählige Tage der Vorbereitungen: Plakate erstellen, Genehmigungen einholen, die Werbung verteilen und und und. Die Zielgruppe sind vor allem junge Leute zwischen 15 und 30 Jahren, bei denen das Geld nun mal nicht locker sitzt. Es gehört schon viel überzeugung und auch Zusammenhalt dazu, diesen Kraftakt jedes Jahr ohne eine finanzielle Entschädigung zu meistern. Allen voran stehen da die Helfer, die besonders im Hintergrund ihr Bestes geben um somit zum gesamten Gelingen beitragen. Und die Jugendlichen stemmten diese Herausforderung.

ein neuer Verein

Der neu gegründete Rock im Park Leuben e.V. möchte an dieser Stelle allen Helfern seinen besonderen Dank aussprechen. Nicht wir, die das alles koordinieren, sondern Ihr seid es, die das alles ermöglichen. Dank gilt vor allem auch der Gemeinde Ketzerbachtal und der Gemeinde Leuben Schleinitz , die uns immer wieder zeigt, wie eine gute Zusammenarbeit und auch eine Unterstützung für dieses Projekt auszusehen hat. Des Weiteren bleiben noch die Sponsoren zu nennen die uns finanziell und materiell unterstützen und somit diesen kulturellen Höhepunkt am Leben erhalten.

Bands: 200 Sachen | De Ruths | The Flying Windmill | Die Edelexperten | Hotelzimmer Inferno | Total Konfus