bis zum 18. August 2018

2004 - Großveranstaltung oder große Veranstaltung?

Mit so einer Resonanz hatte die Veranstalter wohl dieses Jahr nicht gerechnet! Begeisterung von allen Seiten. Vielleicht liegt es daran, dass man vorher wegen des Wetters sehr nüchtern mit Besucherzahlen gerechnet hat. Wie dem auch sei, der Besucherrekord vom letzten mal wurde wieder erreicht. Was die Stimmung anging wurde dieses Jahr dagegen wieder ein neuer Zenit überschritten. Woran mag das liegen? Als man vor 6 Jahren entschied, ein Konzert mit Rockbands auf der bis dahin nur für Volksfeste genutzten Parkbühne in Leuben zu organisieren, konnte keiner erahnen was das mal für Ausmaße annehmen würde. Bereits nach 3 Jahren (2001) viel das Wort einer Kultveranstaltung und die Besucherzahlen stiegen von Jahr zu Jahr. Immer mehr Jugendliche wurden durch aktive Jugendarbeit mit Hilfe der beteiligten Vereine wie dem Offenen Haus Lommatzsch und dem Mittels ächsischen Jugendverein in die Organisation und die Durchführung der Veranstaltung integriert. Die Medien entdeckten nach und nach den gemeinnützigen Zweck und schrieben dankend Berichte und Ankündigungen. Bands müssen nicht mal mehr gesucht werden, sondern bewerben sich immer zahlreicher und wollen unbedingt an dieser Atmosphäre teilhaben.

Kommerzialisierung? Nö!

Dieses Jahr viel zum ersten mal das Wort Großveranstaltung und Kommerzialisierung. Viele der Besucher schätzen die friedliche und unkonventionelle Atmosphäre in Leuben und wollen, dass dies natürlich so bleibt. Die Veranstalter unterstützen diesen Wunsch. Wie man beim jährlich stattfindenden Sommernachtsball sieht, verkraftet die Anlage locker Besucherzahlen knapp im 4stelligen Bereich. Obwohl man sich sicher gern über mehr Gäste freuen würde, soll das ganze auch überschaubar bleiben. Punkte wie Sicherheit oder sanit äre Einrichtungen müssten dann einen viel höheren Stellenwert bekommen. Dieses Jahr zeigten die Veranstalter, wie eine perfekte Organisation auszusehen hat. Ohne Zwischenfälle, reibungsloser Programmablauf auf der Bühne, die kostenlose Bereitstellung der Zeltplätze usw. Als pünktlich 18:00 Uhr die Riesaer Nachwuchsband „Splenders" die Bühne betraten, waren die Ränge noch spärlich besetzt, was sich im Laufe deren Auftrittes aber ändern sollte. Ihre leichte Rockmusik mit dem perfekten mehrstimmigen Gesang machte den Besuchern Lust auf mehr. Danach stand „Taylor´s Talk" allein mit seiner Akustikgitarre für 45min auf der Bühne. Noch nie vorher gab es beim Rock im Park Leuben einen Solokünstler. Sein Auftritt passte aber gut ins Konzept, die Sonne zeigte sich, und zauberte endlich die richtige Festival-Atmosphäre auf das Gelände. Die Lommatzscher „Result of Differences" boten dann wieder Cover-Versionen bekannter Titel meist aus dem PopRock Bereich.

Tanzen bis zum Umfallen

Beim Auftritt der Leipziger Nu-Mettler „Nuke Eastern Plot" fing es wieder leicht an zu regnen. Frontmann Max lies es sich nicht nehmen, sich ernsthaft bei Petrus zu beschweren und ihm die Gesamtsituation mitzuteilen. Die Fans stimmten mit ein! In dem Moment war es dann wohl geschehen. Jetzt war Rock´n´Roll angesagt. Kurze Regenschauer waren den Leuten ab sofort egal. Sie waren hier um zu feiern, zu tanzen und laute Musik zu hören! Bei „The Roosters" drohte der Platz vor der Bühne zum Tanzen schon nicht mehr auszureichen. Die Stimmung war jetzt am Kochen. Doch die Hauptband kam ja noch. Als Mutabor aus Berlin gegen 23:30 Uhr die Bühne betraten, gab es kein halten mehr. Nach ganzen 2 ½h und mehreren Zugaben war ein großartiges Konzert und eine große Veranstaltung zu Ende.

Bands: Mutabor, The Roosters, Nuke Eastern Plot, Result of Differences, Taylor´s Talk, Splenders